Übersichtskarte

Christchurch – die Geisterstadt

Mittwoch, 26.03.2014

Es ist noch gar nicht solange her, genau genommen erst 3 Jahre, als ein schweres Erdbeben die ehemals größte Stadt der Südinsel erschütterte. Schon während der Suche nach meinem Hostel, kam ich an unzähligen Ruinen vorbei. Viele Häuser sind mit wilden Blumen bewachsen und in sich eingebrochen. Durch das Beben haben viele Leute die Stadt verlassen und die Straßen waren wie leergefegt.

 

Auch während meines Spazierganges durch die Innenstadt, blickte man immer wieder auf kaputte Häuser. Auch die Shoppingmeile wurde erst einmal nur provisorisch aufgebaut. Jeder Shop befindet sich in einem farbigen Container, der nur den nötigsten Platz für den Verkauf bietet. Die Leute sind trotz der aktuellen Situation sehr freundlich und hilfsbereit. Mich hat die Hoffnung und Lebenseinstellung sehr beeindruckt. Um meinen letzten Neuseelandtag hatte ich mir noch etwas Besonderes ausgesucht. Eigentlich hatte ich noch einen Paragliding Flug gebucht, doch leider musste ich ihn wegen schlechtem Wetter absagen. Es war zwar schade, aber das nächste Ziel machte alles wieder gut. Next stop – Südsee :)

 

Leider wurden die Geschäftsbedingungen verändert. Da ich das Limit für Fotos erreicht habe, kann ich somit keine weiteren Fotos in meinem Blog hochladen. Sorry Leute :(

Dunedin

Sonntag, 23.03.2014

Wo bin ich hier denn gelandet? Der Bus stoppte. Außer ein paar alten kaputten Gebäuden war nichts zu sehen. Und das soll DIE Küsten- und Studentenstadt der Südinsel sein, fragte ich mich. Kaum ausgestiegen, erkundigte ich mich nach dem Weg zu meinem Hostel. Ich wollte so schnell wie möglich weg von dem Ort. Er machte mir ehrlich gesagt auch ein wenig Angst. Ich sprang ins Taxi und auch als ich das Hostel erreichte, wurde mein Eindruck nicht besser. Es war auch ein sehr altes Gebäude mit hohen Decken und Tapeten von vor zig Jahren und die Einrichtung war ebenso aus einer anderen Zeit. Trotzdem hatte ich ein wenig Glück. Wieder einmal wurde ich geupgradet und diesmal nicht in ein Doppelzimmer. Nein, der nette Herr von der Rezeption drückte mir einen Schlüssel für ein Einzelzimmer in die Hand. Zwar lag das Zimmer abseits von den anderen, aber das war mir sowas von egal. Nach so einer langen Zeit mal wieder ein Zimmer für sich zu haben, war unglaublich. Da war die Lage überhaupt kein Problem. Kurz bevor die Abenddämmerung einsetzte, machte ich mich auf den Weg zum Supermarkt. Blöd nur, dass der nächste 20 Minuten entfernt war und der Weg mich an verkehrsreichen Straßen entlang führte. Auch kein schöner Anblick dachte ich. Der Rückweg war auch nicht gerade komfortabel. Dunedin hat mit die steilsten Straßen von Neuseeland und so war es ganz schön anstrengend mit den Einkäufen den Berg hinaufzulaufen.

Gestärkt, machte ich mich am nächsten Morgen auf den Weg zu einigen der berühmten alten Gebäude von Dunedin. Wer schon einmal in Schottland war, erkennt Ähnlichkeiten. Nicht nur durch die Gebäude, auch der Name der Stadt beinhaltet ein kleines Stückchen Schottland. Das „Edin“ kommt nämlich von Edinburgh. Ich schaute mir den alten Bahnhof, die Kathedralen und die Shoppingmeile an. Es waren zwar ein paar hübsche Gebäude mit dabei, aber umgehauen hat es mich nicht. Zurück im Hostel genoss ich noch mein Einzelzimmer, denn am nächsten Morgen ging es schon wieder weiter in die nächste und letzte Stadt meiner Neuseelandreise.

Kirche Kirche + Amt Wegweiser Bahnhof Kirche

Queenstown

Freitag, 21.03.2014

Begleitet von der Herbstsonne fuhren wir zum nächsten Örtchen. Während der Fahrt merkte man schon, dass es eine sehr touristische Stadt ist. Queenstown ist Lieblingsausgangspunkt der Bungy Jumper und der Skifahrer, doch auch in der Nebensaison ein echter Schatz. Alle Gebäude sind noch sehr neu, selbst die Kirche ist erst 1912 erbaut worden. Die Stadt ist sehr überschaubar und geordnet. Einheimische sind hier nur schwer zu finden, da die Urlauber den größten Teil der Unterkünfte in Anspruch nehmen. Überall wimmelte es von Sonnenhungrigen – am See, am Pier oder in den Restaurants. Auch wir machten uns auf die Suche nach unserem Abendessen. Ziel war der berühmteste Burgerladen von Queenstown. Wirklich schwer war es nicht ihn zu finden, denn diese Menschenmassen, die sich vor dem Laden tummelten, fielen einem sofort ins Auge. Die Schlange war endlos lang. Als wir endlich das Ende gefunden hatten, kam schon gleich eine Mitarbeiterin und reichte uns die Karte. Genug Zeit zum Wählen hatten wir. Ca. 25 Minuten gingen für das Anstehen drauf und dann noch einmal 20 Minuten, bis wir letztendlich den Burger in den Händen halten und genießen konnten. Ganz schön bekloppt, wenn man darüber nachdenkt und leider muss ich sagen, hatte ich schon bessere Burger. Aber es hat sich trotzdem gelohnt.

Einen richtigen Plan für den nächsten Tag gab es nicht. Ich machte mich einfach auf den Weg durch die Stadt. Mit meiner Kamera bewaffnet, bog ich in die Straße, die zum Botanischen Garten führte. Als ich durch das Tor ging, fühlte es sich an, als ob ich in eine andere Welt eintauchen würde. Die Sonne lachte und alle Blumen waren in voller Blüte. Neben einem kleinen Pavillon mit Bänken lag ein kleiner Teich mit Brücke. Ich setzte mich um den Anblick zu genießen. Alles war so friedlich und ruhig. Ein wunderbarer Ort zum Entspannen. Der Pfad führte mich weiter, vorbei an farbenfrohen Blumenbeeten, bis hin zum See. Dort wartete eine, mit einem Blick über den kompletten See, perfekt positionierte Bank auf mich. Ich nahm platz und konnte den Anblick kaum fassen. Das Wasser war glasklar und in der Ferne konnte man die Spiegelungen der Berge im Wasser beobachten. Ab und zu wurde das Bild durch die vorbeifahrenden Boote kurz verwackelt, doch dann war es wieder ganz klar. Gewärmt von der Sonne verbrachte ich einige Stunden dort, denn es war ein fantastischer Ort zum Lesen und die Zeit verging wie im Fluge. Als so langsam die Sonne hinter den Bergen verschwand, machte auch ich mich auf den Weg entlang des Sees zum Ortskern. Ich schlenderte durch die vielen kleinen Gassen und war fasziniert von der hübschen kleinen Stadt. Mit so vielen schönen Eindrücken ging ich zurück zum Hostel und packte wieder einmal meinen Rucksack für die nächste Stadt.

Kirche Creek Hafen Garten See See See Botanischer Garten Botanischer Garten See See

Fox Glacier – es geht hoch hinaus

Mittwoch, 19.03.2014

Schon in Nelson wusste ich, dass es im nächsten Ort für mich hoch hinausgehen sollte. Die einzigen Aktivitäten, die man in Fox Glacier machen kann, beschränken sich auf Wandern oder Helikopter fliegen. Da ich ersteres davor schon ein paar Mal gemacht habe und der Heli eh mein absoluter Traum war, buchte ich mir einen Flug. 

 

Ganz aufgeregt saßen wir wieder einmal 12 Stunden im Bus. Durch Bauarbeiten wurde die Fahrzeit leider um 2 Stunden verlängert. Doch das war unser Glück. Der Busfahrer bekam die Info noch früh genug und wusste während der Fahrt ein paar gute Plätze anzufahren. So bekamen wir die zusätzlichen Stunden leicht herum und gleichzeitig noch einige Geheimtipps gezeigt.  Wir hielten unteranderem bei einem Wasserfall, verschiedenen Seen, einer Lachsfarm und den gerühmten Pancake Rocks an der Westküste. Alles war wunderschön und so langsam merkte man, wie sich die Landschaft veränderte. Überall wuchsen Farne in Übergröße und dazwischen machten andere Pflanzen sich breit, so dass ein dichter Wald das Land besiedelte. Es sah total irre aus. 

 

Da waren wir. Wir hatten Fox Glacier erreicht und brauchten nicht lange, bis wir unserer Unterkunft gefunden hatten. Nicht schwer bei einem Örtchen, das sensationell nur aus 2 Straßen besteht. Einen Supermarkt gab es auch nur in einer abgespeckten Version und überall sah man Werbeplakate für die Wanderungen oder Rundflüge. Voll gepackt mit unseren schweren Sachen, liefen wir einen kleinen Hügel hinauf, der uns zu unserem Hostel führte. Wir beide standen erschöpft vor der Rezeption und beantworteten die Fragen, ohne dabei richtig zuzuhören. Er gab uns den Schlüssel für Zimmer 37. Wahrscheinlich wieder ein 4er oder 6er Zimmer und ob gemischt oder nur Mädels war auch noch die Frage. Während der Suche nach unserem Zimmer liefen wir an einem Doppelzimmer vorbei, dann kam wieder eins mit der Nummer 36. Und dann kam für uns der Hammer des Tages. Wir beide blieben stehen und konnten es nicht fassen. Auch die Nummer 37 war ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, bequemen Betten und einem Fernseher. Wir sprangen ins Zimmer und tanzten herum und freuten uns. Ich weiß, es klingt total verrückt. Doch wenn man mal ein Zimmer nur mit einer anderen Person teilen muss oder ein Einzelzimmer hat, ist das der Himmel auf Erden. Hätten wir vernünftig zugehört, dann wäre uns es vorher schon klar geworden, dass er uns ein Upgrade gegeben hat. So war die Überraschung aber noch größer. Wir legten unsere Sachen ab und machten uns auf den Weg durch den Ort. Nach „langen“ 15 Minuten kamen wir wieder zurück und genossen den Rest des Abends in unserm Zimmer. War das schön – meine Zimmerkollegin musste schon früh raus wegen ihrer gebuchten Wanderung, doch ich konnte lange schlafen und die Ruhe in vollen Zügen genießen. Gegen Mittag machte ich mich dann auf dem Weg zu dem Veranstalter wegen meines Heli Fluges. Der Herr war ganz zuversichtlich, dass der Nachmittagsflug ohne Probleme stattfinden werde. Also ging ich beruhigt wieder zurück aufs Zimmer und genoss wieder die Stille und machte meine nächsten Planungen für die kommenden letzten 3 Orte. Die Zeit rannte und endlich konnte ich erneut zum Büro wegen dem Fluges gehen. Leider waren am Nachmittag ein paar Wolken aufgezogen und somit musste ich abwarten, bis die Flug- und Sichtverhältnisse sich besserten. Nach 50 Minuten Warten ging es dann endlich los. Ich war soooo aufgeregt. Ich stieg in den Heli ein und konnte mein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Kaum abgehoben, ging es direkt zum Fox Glacier. Er sah aus wie eine lange eisige Zunge. Total verrückt, denn nur ein paar Meter entfernt sprießte der Regenwald in die Höhe. Wir drehten ein paar Runden um den Gletscher, bevor es zum nächsten Ort mit dem Franz Josef Gletscher ging. Auch dort kreisten wir 10 Minuten und konnten die Gegend aus der Vogelperspektive in vollen Zügen genießen. Zurück ging es durch ein paar Wolken und nach insgesamt 25 Minuten waren wir wieder sicher gelandet. Es hat riesigen Spaß gemacht und ich hoffe, dass das nicht mein letzter Flug gewesen ist.

 

Franz Josef Franz Josef Fox Glacier Fox Fox Fox Fox Fox Fox Umgebung Regenwald Wasserfall

Nelson

Montag, 17.03.2014

Ich verließ die Nordinsel und machte mich auf den Weg zur Nordseite der Südinsel. Es ging mit der Fähre von Wellington nach Picton und mit dem Bus weiter nach Nelson. Von vielen hörte man immer, dass die Südinsel ein komplett anderes Naturschauspiel ist, als die Nordinsel. Ich war sehr gespannt. Leider war das Wetter ziemlich bewölkt und hinzu kam meine beginngende Erkältung. Doch das musste ja auch mal sein. Auf dem Weg zum Hostel, marschierte ich durch die kleine bunte Stadt und bekam schon einen ersten Eindruck. Fast angekommen, wie nicht anders erwartet, traf ich wieder einmal auf eine Deutsche. Was für eine Überraschung. Auch wir kamen ins Gespräch und checkten zusammen im Hostel ein. Das nächste Ziel war der Supermarkt. Während des Spazierganges sprachen wir über unsere weiteren Pläne. Wir beide hatten so ziemlich die gleiche Route, nur dass ich eigentlich gleich am nächsten Tag weiter wollte. Leider wurde die Erkältung immer schlimmer und ich entschloss mich noch 2 weitere Nächte zu buchen und mit ihr gemeinsam in den nächsten Ort zu fahren. Es war eine sehr gute Entscheidung, denn die folgenden Tage fegte wieder ein Zyklon übers Land und brachte viel viel Regen und Wind. Perfektes Timing. Also lag ich die meiste Zeit nur im Bett und versuchte die Erkältung schnell wieder los zu werden. Leider habe ich dadurch nur den Supermarkt und die Busstation gesehen. Aber außer anderen Cafes, bot die Stadt nicht wirklich mehr an, als jede andere.

 

Nächstes Ziel – Fox Glacier.



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Wellington - die Welt ist ein Dorf

Freitag, 14.03.2014

Da ist man über 16.000 km weit weg von Zuhause und doch zeigt sich die Welt als Dorf. Ich war gerade auf dem Weg nach Neuseelands Hauptstadt Wellington, während bei einem kurzen Stopp, ein Mädel das Gespräch zwischen mir und einem anderen Busfahrgast unterbrach. Es war eh immer das Selbe – Was machst du hier? Wie lange bleibst du? Wo kommst du her? Da der Herr Neuseeländer ist, konnte er mit meiner Heimatstadt nicht so viel anfangen, obwohl er schon mal bei uns im Norden zu Besuch war. Ich gab ihm ein paar Hilfen. Kaum ausgesprochen, dass ich nicht weit weg von Bremen wohne, fragte das Mädel auch noch einmal nach der Stadt und wir beide fingen gleichzeitig an laut zu lachen und uns zu freuen. Der arme Kerl verstand die Welt nicht mehr. Es war so witzig. Wir beide kommen aus der gleichen Stadt, haben uns vorher aber noch nie gesehen, trafen uns zufällig in Neuseeland im Nirgendwo und hatten das gleiche Ziel. Weil wir beide wie ein Wasserfall losplapperten und ich das Gespräch mit dem Herrn so abrupt unterbrochen hatte, entschuldigten wir uns beide und suchten uns schnell einen anderen Platz, um ihm nicht auf die Nerven zu gehen.

Endlich - nach fast 7 Stunden Busfahrt kamen wir gegen späten Mittag  in Wellington an. Es stellte sich heraus, dass wir beide sogar das gleiche Hostel gebucht hatten und so konnten wir uns zusammen auf die Suche machen. Eingecheckt, eingerichtet, los gings. Wir zogen zusammen durch die Stadt und quatschten und lachten über unsere Heimat. Oh man, tat das gut. Was sich alles so in 10 Monaten verändert hat. Irre. Ich bin schon sehr gespannt. Wir ließen den Abend in einem netten Irish Pub ausklingen und machten Pläne für den Folgetag. Ohne groß darüber nachzudenken, war uns beiden klar – wir wollen diesen zusammen verbringen.

Die Sonnenstrahlen suchten sich zwischen den Bergen ihre Wege und ließen das Zimmer langsam erhellen. Mein Zimmer lag im 5ten Stock und die große Fensterfront gab einen wunderbaren Blick über den Hafen frei. Mit so einem Lächeln der Sonne ließ es sich leicht aufstehen und ich konnte es kaum erwarten, die Stadt zu erkunden. Um keine Zeit zu verlieren, starteten wir früh in den Tag und machten uns auf zu unserem ersten Ziel. Das Wellington Cable Car. Eines der Sehenswürdigkeiten Nummer 1 der Stadt. Hierbei handelt es sich um eine Zuggondel, die einen Berg alle paar Minuten herauf und wieder herunter fährt und die Fahrgäste zu einer Aussichtsplattform und dem Eingang des Botanischen Gartens bringt. Auch wir kauften ein Ticket und machten uns in der typischen alten Gondel auf den Weg nach oben. Schon während der Fahrt konnte man erahnen wie schön der Blick auf die Stadt ist. Oben angekommen, stürmten alle Fahrgäste inklusive uns zum Aussichtspunkt. Durch die gute Sicht, konnten wir nicht nur die Stadt und den Hafen klar sehen, sondern auch die nächste Bergkette malte sich am Horizont entlang. Einfach traumhaft. Natürlich warteten wir, bis das nächste Cable Car den Berg hoch kletterte, um auch das typische Postkartenmotiv festzuhalten. Danach machten wir uns auf den Weg durch den Botanischen Garten, der bergabwärts angelegt ist. Das Wetter war fantastisch und ließ die Blumen um die Wette strahlen. Je näher man dem Ende kam, desto stärker wurde der Geruch von Rosen. Wir schlenderten um ein paar Ecken, immer dem Duft nach und da war er. Ein riesiger Rosengarten mit unzähligen unterschiedlichen Arten von Rosen. Die meisten waren in voller Blüte. Ein komplettes Blumenmeer nur aus Rosen. Was für ein Anblick. Nach einen kurzen Verschnaufpause machten wir uns wieder auf den Weg zum Eingang und fuhren wieder zum Ausgangspunkt. Die Stadtbesichtigung führt uns dann noch zu dem alten und neuem Parlament, zu einer alten Holz Kirche, den Hafen entlang, bis schließlich zum kleinen niedlichen Stadtstrand. Was  für ein perfekter Tag.

Wellington Wellington Wellington Wellington Hafen Wellington Hafen Wellington Wellington Wellington Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Blumenfeld Rosengarten Rosengarten Rosengarten Botanischer Garten altes Parlament Kirche Kirche Kirche

Lake Taupo

Mittwoch, 12.03.2014

Nur 1 Stunde von dem stinkenden Örtchen Rotorua entfernt, hat Taupo auf mich gewartet. Ein sehr kleines niedliches Städtchen, was auch direkt an einem großen See liegt. Es war wieder ein schöner warmer sonniger Tag und so entschloss ich mich diesen am Wasser zu verbringen. Wasser, Kamera und mein E-Book. Mehr brauchte ich nicht, um den Nachmittag zu genießen. Die Zeit verging wie im Fluge und der Himmel begann sich langsam rötlich zu färben. Eigentlich war nur dies der Grund, warum ich merkte, dass es mittlerweile Abend geworden ist. Die Sonne nahm ihren Weg und verschwand ganz ganz langsam hinter der Bergkette und tauchte alles in ein gold rötliches Leuchten. Dann wurde es auch recht schnell frisch und ich machte mich zügig auf den Weg zum Hostel. 

Unglaublich. Auch am nächsten Tag zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite. Ich packte meine Tasche und zog los. Mein Ziel waren die Huka Fälle des Waikato Flusses. Der Herr von der Rezeption meinte zu mir, man müsste ca. 1 Stunde vom Hostel bis zu den Wasserfällen einplanen. Das klang doch gar nicht so schlecht, dachte ich und machte mich auf den Weg. Nach einer Stunde war leider von den Wasserfällen nichts zu hören und nichts zu sehen, doch ich habe immerhin den Fluss erreicht. Schon jetzt war ich wieder komplett von der Schönheit der Natur überrascht. Ein breiter, grün blauer, klarer Fluss schlängelte sich durch den Canyon. Dieses Farbspiel aus Wasser, Sonne und Himmel ist einfach der Wahnsinn. Ich lief weiter und weiter bis eine Karte die nächsten Wanderwege aufzeigte. Der kürzeste Weg von einer Stunde war blau gekennzeichnet. Der Radweg über 1 ½ Stunden war grün. Aber ich bin doch schon fast eine Stunde unterwegs dachte ich mir und schüttelte meine Wasserflasche. Schon fast leer, aber ich wollte nicht aufgeben und lief weiter. Zum Glück! Zwar ging der Weg ständig hoch und runter, doch die Aussicht war einmalig. Die Natur hat sich selbst übertroffen. Einfach traumhaft und jede Ecke lud zu einer kleinen Fotopause ein. Dann nach 1 Stunde und 50 Minuten hörte ich endlich das Rauschen der Fälle. Überall wuselten Leute herum und waren ebenfalls so begeistert wie ich. Nach einer entspannten Pause wollte ich gerade meinen Rückweg antreten als mich ein Englisches Ehepaar bat, ein Foto von ihnen zu machen. Wir kamen ins Gespräch und so machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg.

  City Feuerwehr See Taupo Berge Sonnenuntergang Fluss Fluss Fluss Fluss Fluss Huka Falls

 

Hier stinkts!

Montag, 10.03.2014

Es war früh am Morgen und noch dunkel, als ich durch die Stadt zur Bushaltestelle marschierte. Mein nächstes Ziel lag 4 Stunden und 25 Minuten entfernt. Rotorua, ein Kurort in der Mitte der Nordinsel und direkt an einem wunderschönen See gelegen. Schon während der Fahrt entdeckte man entlang der Straßen kleine umzäunte dampfende Teiche und Erdlöcher. Durch die große Neugierde getrieben, checkte ich nur schnell im Hostel ein und machte mich auf die Suche. Schon auf dem Weg, zog mir häufig ein fürchterlicher Gestank in die Nase. Faule Eier sind nichts dagegen. Am ersten Teich angekommen, wurde der Gestank noch intensiver und beißender. Ekelig! Man wusste – jetzt ist man an den Schwefellöchern angekommen und auch die Warnschilder bestätigten dies. Warnung vor heißen Quellen und Gasen konnte man dort lesen. Man fühlte sich ganz komisch. Überall zog Rauch auf und das Wasser und die Schwefellöcher blubberten vor sich hin. Durch die Erdwärme wurden sogar noch die Füße aufgeheizt, obwohl man dicke Schuhe getragen hat. Total irre. Ich lief von Teich zu Teich und von Loch zu Loch und schaute gespannt auf die Wunder der Natur. Es war echt faszinierend. Doch dann nach 1 ½ Stunden, machte sich so langsam mein Magen bemerkbar, dem das Schnüffeln der Gase überhaupt gefallen hat. Also machte ich mich wieder auf den Weg zurück in den Ort und lief zum Abschluss entlang des Sees. 

Den nächsten Tag konnte ich kaum erwarten. Endlich hatte ich mich für eine Reittour anmelden können und freute mich riesig darauf, die Gegend auf dem Rücken eines Pferdes zu erkunden und genießen. Es war der perfekte Tag. Sonne, leichter Nebel über dem See und Pferde. Was kann es besseres geben. Mit dem bekannten Pferdegeruch in der Nase, der definitiv tausendmal besser ist, als der Schwefelgeruch, machten wir uns in einer Gruppe aus 5 Reitern auf den Weg. Es ging durch Wälder und Wiesen, über Stock und Stein, durch Schafs- und Kuhherden und viele Hügel hinauf und wieder herunter. Dann kam das Highlight des Tages. Wir erreichten die Spitze eines Berges und hatten von dort aus einen unbeschreiblich wunderschönen Blick über die Seen und die Landschaft. Es war fantastisch. Einfach unglaublich. Ich war so glücklich. Ich hätte dort noch bestimmt 3 Stunden verbringen können und hätte mich immer noch nicht satt gesehen. Die Gegend dort und das Reiten waren einfach perfekt. Meiner Meinung nach ist es die beste, schönste und spannendste Möglichkeit sich die Landschaft anzusehen. Noch völlig überwältigt vom Tag, machte ich noch einen kleinen Abendspaziergang durch die immer noch  stinkende Stadt zum See, um den Sonnenuntergang zu verfolgen.

  City Schwefelteich Schwefelteich Schwefelteich  Schwefelteich Reittour Reittour Reittour City See

Willkommen in Neuseeland

Samstag, 08.03.2014

Bis ich so richtig in Auckland angekommen war, hatte es einige Zeit gedauert. Nicht nur, weil wir mit 5 Stunden Verspätung Melbourne verlassen hatten, sondern auch die Prozedur nach der Ladung raubte einem Zeit und Nerven. Im Flugzeug musste man schon wieder vor der Einreise  einige Fragen über sich beantworten. „Leider“ kreuzte ich bei 2 Fragen JA an. Ich habe gedacht, Australien ist mit den Einreisebestimmungen schon streng, aber Neuseeland konnte dies definitiv noch toppen. Es ging von einer Kontrolle zur anderen und ich habe mich gefragt, wann ich herausgezogen werde wegen meinen Antworten. Die Liste was man ins Land einführen darf und was nicht ist unendlich lang. Vereinfacht heißt es eigentlich: Du als Mensch bist willkommen, aber am liebsten ohne Gepäck und Kleidung. Die letzte Kontrolle stand mir bevor und wie schon erwartet, musste ich einen Umweg gehen. Dann hieß es ganz streng „Bitte Tasche öffnen!“. Da ich auf dem Formular angekreuzt habe, dass ich in den letzten 30 Tagen im Wald wandern war und Wanderschuhe mit mir mitführe, durfte ich diese von ganz ganz unten herausholen um sie kontrollieren zu lassen. *grrr* Dann begutachtete der riesige angsteinflößende Sicherheitsmann meine Schuhe. Mir war völlig klar, dass die Schuhe eher ein Vorbild für andere Reisende sind, als das ich irgendwelche verbotenen Blätter oder Nadeln von Tasmanischen Bäumen mitbringen würde. Glücklicherweise war er der gleichen Meinung und lobte sogar noch meine sehr sauberen Schuhe, die ihn wohl eher ein bisschen überrascht haben und ließ mich endlich passieren.

 

Da war ich. Neues Land, neue Abenteuer. Mein erstes Ziel war mein Hostel. Ich buchte mir den Shuttle Bus bis in die Innenstadt und bekam so schon einen kleinen Eindruck der farbenfrohen Stadt. Da mein Schlafplatz etwas außerhalb der Hauptstraßen lag, machte ich mich zu Fuß weiter. Wie auch in Australien, boten mir viele Leute ihre Hilfe an und so kam ich schon nach 10 Minuten im Hostel an. Da es schon sehr spät war, richtete ich mich nur schnell ein und  lief zum nächsten Supermarkt, um mein Abendbrot zu sichern. Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg durch die Stadt. Ich lief den wunderschönen Hafen mit mega teuren Yachten entlang, machte einen Stopp auf einer Brücke um den Blick auf die Stadt zu genießen und plante im Kopf meine weitere Reise. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen. Alles ist sehr farbenfroh und überall findet man Pflanzen und Bäume. Auch die Restaurants und Cafés sind voll mit Pflanzen, was es sehr gemütliche Atmosphäre schafft. Überall gibt es kleine Sitzecken mit Sitzsäcken und Liegen und kleinen Kaffee- und Teeständen. Ab und zu findet man auch alte Schiffscontainer, die als kleine Bücherei oder Laden diene. Eine schöne Idee, die perfekt in die Stadt passt. Nach dem kleinen Stadtbummel hatte ich meinen Reiseplan komplett im Kopf und besuchte die Touristeninformation um mir mein Busticket zu kaufen. Für die nächsten 19 Tage sollen 8 Orte mein Ziel sein. Glücklich und mit dem Ticket in der Tasche machte ich noch eine kleine Bustour durch die Stadt, kaufte noch etwas für den nächsten Tag ein und war gespannt auf die kommenden Orte.

 

Skytower Auckland Auckland Auckland Hafen Auckland Auckland Auckland Yachthafen Brücke Hafen

Europa reist durch Tasmanien

Dienstag, 04.03.2014

Schon während des Anfluges hat mich Tasmanien verzaubert. So klein und fein und wunderschön. Da ich am nächsten Tag gleich mit der geführten Tour durch Tasmanien gestartet bin, habe ich nur schnell dem Supermarkt einen Besuch abgestattet und mich auf die nächsten 6 spannenden Tage vorbereitet. Das Wetter war super. Meist sonnig und nicht zu heiß. Die Temperaturen sind vergleichbar mit dem Deutschen Herbst. Am Tage kletterte das Thermometer meist auf die 18 – 24 Grad, wobei die Nächte mit schwachen 10 Grad sich schon sehr kühl anfühlten. Die Tour führte uns einmal um die traumhafte Insel herum. Auf unserer Route standen unteranderem folgende Sehenswürdigkeiten/Städte: Hobart, Cradle Mountain, Wineglass Bay, Bay of Fires, Launceston, Tullah, Strahan, Richmond, Doo-Town, Devil’s Kitchen & Tasman Arch, Port Arthur, Mount Field National Park, Lake St Clair, Montezuma Falls.

Aufgeregt und noch ein bisschen verschlafen, trafen wir uns alle glücklicherweise vor meinem Hostel und machten uns bekannt. Dabei stellte sich heraus, dass ein älteres Pärchen aus Frankreich, ein Engländer, eine Italienerin und ich die nächsten Tage zusammen verbringen würden. Ich war sehr froh, dass die Gruppe nur aus 5 Leuten plus dem Tourguide bestand. Europa reist durch Tassie haben wir dann immer gesagt. Es war sehr interessant, denn wir alle konnten uns schnell und besser kennenlernen und für uns alle hieß es eine Woche lang nur Englisch sprechen. Besser ging es nicht.

Jeden Morgen hieß es früh aufstehen, um keine Zeit zu verlieren das Paradies zu genießen und zu erkunden. Es ging quer durchs Land um alle Schätze der Natur zu finden. Unser erster Stopp war die Westküste, danach der wunderschöne Norden und den Schluss machte die aufregende Ostküste. Die kurvenreichen Straßen, die ab und an einen auch mal auf eine harte gesundheitliche Probe gestellt haben, führten uns zu den schönsten Plätzen in Tasmanien. Wir machten Halt um Wasserfälle aus 200 Metern zu beobachten, die Berge und Dünen mit der dazugehörigen Aussicht „dank“ langen Wanderungen zu bestaunen oder um die atemberaubenden Seen und Küsten zu entdecken. Meist ging es jeden Tag für 5-7 Std über Stock und Stein, doch die Belohnung dafür war einmalig. Mein absoluter Lieblingsort ist Bay of Fires, doch eigentlich hat mich alles der kleinen Insel in ihren Bann gezogen. Es ist definitiv für mich der schönste Teil von Australien und ich war sehr traurig, als diese spaßige aufregende Tour vorbei war. Ich möchte den Zauber auf jeden Fall noch einmal erleben und werde hoffentlich irgendwann zurückkommen können.

Was noch viel unglaublicher ist – meine Zeit in Australien neigt sich dem Ende zu und ein neues Land wartet auf mich. Ich habe viele tolle Menschen getroffen und konnte das andere Ende der Welt auf eine ganz besondere Art bereisen und über mich und das Land viel lernen.


Goodbye Australia - Jetzt heißt es auf auf nach Neuseeland.

Port Arthur Port Arthur Wineglass Bay Tasmanischer Teufel Wallaby Vögel Bay of Fires Bay of Fires Bay of Fires Cradle Mt Cradle Mt Cradle Mt Cradle Mt Lake Tulluah Wasserfall Wasserfall Lake Straham Tassie Wasserfall Känguru Brücke

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